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Schloss Ratibor
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Aktuelles
Autor: Melanie Hanker

Roth blüht…

...für die Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und für weniger bekannte Insekten. Die Luft wird für diese Insektenarten in unserer aufgeräumten Kulturlandschaft immer dünner. Kaum ein Wildkraut schafft es weder in der Landwirtschaft noch in den Gärten und öffentlichen Parks zur Blüte. So wird es immer schwieriger für Bienen und ihre brummenden Kollegen, Nahrung zu finden. Diese fleißigen Helfer jedoch sind so wichtig, denn ohne sie gibt es keinen Honig und keine bestäubten Blüten, die uns die Früchte liefern, welche zu unserem täglichen Leben gehören.

Höchste Zeit also, etwas zu tun!
Die Stadtgärtnerei Roth versucht nun schon seit einigen Jahren mit der Ansaat von einjährigen Blumenwiesen, zum Beispiel mit der eigens zusammengestellten „Rother Mischung“ sowohl für die Insekten als auch für das Auge Gutes zu tun. Diese Möglichkeit zu helfen ist sehr effektiv, jedoch kann die Blumenwiese nur zwei bis drei Jahre auf gleicher Fläche bestehen, bis besonders widerstandsfähige Ungräser die Blumensämlinge verdrängen. 

Potenzial haben jedoch die mehrjährigen Wildkräutermischungen, welche viel Geduld erfordern, bis sich eine artenreiche Blühwiese entwickelt, dann aber auf den zweiten Blick durchaus ihre Schönheit zeigen. Unbedeutend ist den Nektarsammlern der Anblick einer Wiese, wichtig sind ihnen Blüten und kein Einheitsgras auf vier Zentimeter Höhe gemäht.  Eine neue Idee und auch eine Inspiration, welche in jedem noch so kleinen Hausgarten, Balkonkasten oder Blumentopf umgesetzt werden kann, sind winterharte Staudenpflanzungen mit Arten, die absolute Leckerbissen für unsere Insektenwelt sind. Die Stadtgärtnerei Roth hat derzeit weit über dreitausend Stauden kultiviert, welche nun an ausgewählten Stellen verpflanzt werden.

Die ersten Insektenmagneten entstehen an der Mühlgasse, vor dem Stadtbauamt in der Allee und im Stadtgarten. Über dreißig verschiedene zur Auswahl stehende Arten, darunter die Bergminze, Salbei, Indianernessel oder Oregano in seiner ganzen Vielfältigkeit, werden dort eingesetzt. Mit dem Schmetterlingsflieder hat es auch ein Gehölz in die Auswahl geschafft. Das Motiv bei der Wahl der Bienenstauden war primär die Insektenfreundlichkeit, aber auch die Haltbarkeit der Pflanzen und die Optik spielten eine Rolle. Die Stadtgärtnerei wird im Laufe des Jahres beobachten, welches Gewächs sich im rauen Stadtklima bewährt und welches besonderen Anklang bei Biene und Co. findet.

Die Schilder „Roth blüht für die Bienen“ verweisen auf die neuen Pflanzungen, Blumenwiesen und Rasenflächen, die durch extensives Mähen artenreicher werden sollen. Fortsetzung und erste Ergebnisse folgen. Eine Übersicht der Top 30 Bienenstauden der Stadtgärtnerei Roth und nützliche Informationen sind auf www.stadt-roth.de zu finden.     

Mitarbeiter der Stadtgärtnerei bei der ersten Bepflanzung an der Mühlgasse
Stadtgärtnerei-Leiter Horst Hirschl, Auszubildende Carina Zachmann, Stefan Schertel und Wolfgang Michel freuen sich auf viele neuen Insektengäste

Eine Übersicht der Top 30 Bienenstauden der Stadtgärtnerei Roth und nützliche Informationen finden Sie hier.

Artikel vom 25.05.2018